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ART Kunstfahrt nach Bern am 27. Januar 2018: Bestandsaufnahme Gurlitt

Wieder einmal eine ausgebuchte Kunstfahrt von ART: Dieses Mal führte sie uns ins Kunstmuseum Bern. Dort war der Teil der Sammlung Gurlitt zu sehen, der den „entarteten Kunstwerken“ zuzurechnen ist, also solchen, die aus Museen während der Nazizeit entfernt wurden und durch Kunsthändler wie Hildebrand Gurlitt gekauft und vermittelt wurden. Dabei handelte es sich um mehr als 20.000 Kunstwerke von 1400 Künstlern aus über 100 deutschen Museen. Die sog. „Raubkunst“ wurde zur selben Zeit in einer parallel stattfindenden Ausstellung in Bonn gezeigt. Die Führung durch eine hochkompetente Kunsthistorikerin spannte den Bogen der ausgestellten Kunstwerke von der Berliner Secession, über die Brücke, den Blauen Reiter, das Bauhaus bis hin zum Spätexpressionismus. Sie machte auch deutlich, in welchem Dilemma sich Gurlitt und seine drei ebenfalls von den Nazis beauftragten Kollegen (Bernhard A. Böhmer, Ferdinand Möller und Karl Buchholz) befanden: einerseits Kunst vor der Vernichtung zu retten, andererseits aber dem Regime durch den Verkauf größere Geldbeträge zukommen zu lassen. Eine sehr bewegende und hervorragend präsentierte Ausstellung!